Review: Ystar – Nuwa RDA

Ystar Nuwa RDA

Seit einiger Zeit befindet sich der Ystar Nuwa RDA in meinem Besitz, da ich mal schauen wollte, was an einem Tröpfler aus Keramik so besonders ist. Und ich muss sagen… Heben wir uns das für später auf. Bleiben wir erstmal bei den Fakten.

 Lieferumfang:Lieferumfang Nuwa RDA

  • 1×Nuwa RDA
  • 1×Ersatzteiltüte
  • 1×Inbusschlüssel

Technische Daten:

  • Maße: Durchmesser 24 mm x Höhe 27,5mm
  • Material: Keramik, Edelstahl
  • Decktyp: Postless Deck, Bottom Airflow
  • Bottom Feeder: Ja
  • 510er Drip Tip in der Topcap verbaut
  • Farben: Schwarz, Weiß, Grau, Rostbraun
  • Leergewicht: 34g

Der Ystar Nuwa RDA sieht erstmal nach wenig aus und dennoch wiegt er schwer in der Hand im Vergleich zu anderen RDAs seiner Größe. Das liegt am Keramik, woraus der RDA zum Großteil besteht. Bis auf die Unterseite des Decks und die Anschlüsse für die Coils ist alles aus Keramik gefertigt. Und das spürt man auch.Ystar Nuwa RDA Deck
Der RDA kann im Single-, sowie im Dualcoilbetrieb genutzt werden. Dabei muss man allerdings darauf achten, dass man die Beine der Coils bereits vorher passend abknipst, da wenig Platz im Deck ist. Aber dafür kann man sie ganz einfach über der Airflow positionieren. Auch bietet der Nuwa RDA die Möglichkeit ihn als Squonker zu nutzen. Durch die ausreichend große Wanne steht dem Tröpfeln und dem Squonken nichts im Wege. Das Drip Tip hingegen ist in der Topcap integriert, so dass man dieses nicht auswechseln kann. Zwar hat Ystar ein Plastikmundstück dabei gelegt, damit man nicht direkt das Keramik an den Lippen hat, doch bleibt das 510er Drip Tip dabei erhalten. Lediglich ein anderes 510er Drip Tip könnte man dort draufsetzen und so einen längeren Kamin bilden. Aber in meinem Test wurde das Mundstück nicht sehr heiß und die Hitze, die aufkam, war auch schnell wieder verflogen.

Ein RDA aus Keramik?

Ja, aus zum Großteil Keramik besteht dieser RDA. Nicht nur die Coils, wie bei einigen anderen Verdampfern. Die Vorteile von Keramik werden von Ystar wie folgt dargestellt:
hoher Schmelzpunkt, hohe Härte, hohe Haltbarkeit, Oxidationsresistent, keine Verschmutzung, Korrosionsresistent und leicht zu reinigen.
Den Punkten kann ich nur zustimmen. Keramik klingt eigentlich wie DAS Material für Verdampfer. Aber leider nur eigentlich. Denn die Vorteile sind auch teilweise Nachteile. Denn die Topcap lässt sich nur schwer ohne Hilfsmittel vom Deck trennen oder draufsetzen. Außerdem muss man bei der Benutzung von Werkzeug aufpassen, dass man das Keramik nicht beschädigt. Der hohe Schmelzpunkt, die Oxidationsresistenz und dass wenig Schmutz entsteht sind dagegen gute Vorteile. So kann man den reinen Geschmack der Coils, Watte und des Liquids genießen, und tut der Umwelt noch was Gutes. So jedenfalls in der Theorie. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, ist die Hitzebeständigkeit und die Wärmeregulierung aufgrund dessen. Die Topcap wurde zwar heiß, hat sich aber sehr schnell wieder abgekühlt, anders als bei metallenen Verdampfern. Durch die Außenluft wurde dieser Effekt sogar noch verstärkt, so dass kaum Hitze nach Außen abgegeben wurde.

Fazit:

Der Ystar Nuwa RDA ist eine gute Idee und hat Potential. Doch leider gibt es einige Mängel, die mir diesen RDA madig gemacht haben. Zum einen hatte ich einen RDA, bei dem ich die Bottom Airflow nicht regulieren konnte. Dadurch konnte ich nur mit voller Lufteinströmung dampfen und habe so nicht den Geschmack intensivieren können. Zum anderen ist das Deck recht klein. Wenn man größere Coils verwenden will, sollte man ihn mit nur einer Coil betreiben. Geschmacklich war er nämlich recht flach. Klar, vielleicht ist Oxidation in Verdampfern ein Problem, aber ich denke, dass es wie beim Grillen ist: auf einem Holzkohlegrill schmeckt es besser. Und so ist es wohl auch bei den Verdampfern. In einem Metallverdampfer schmeckt es nun mal anders und meiner Meinung nach besser. Aber das Ausschlusskriterium ist für mich, die schlechte Handhabung. Durch das sehr starre Keramik lässt sich die Topcap nur schwer vom Deck entfernen. Selbst wenn man Schmiermittel verwendet geht dies schwer. Dies hat zur Folge, dass die Dichtung dort nach kurz oder lang die Flügel streckt und reißt. Ich habe den Verdampfer erst wenige Male geöffnet und die Dichtung musste schon ausgetauscht werden. Beim Tröpfeln nehmen viele gerne die Topcap ab, um die Watte direkt mit Liquid zu tränken. Dies ist so dann leider nicht praktikabel.
Alles in allem hat er zwar eine Daseinsberechtigung, aber ich sehe noch viel Potential nach oben.

 

Ystar Nuwa RDA

7

Lieferumfang

8.0/10

Material & Verarbeitung

7.0/10

Wickeldeck

7.0/10

Geschmack

6.0/10

Pros

  • Hitzebeständig
  • hohe Haltbarkeit

Cons

  • Schlechte Handbarkeit
  • Kleines Deck
  • Nicht regulierbare Airflow
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Florian Böttcher

Florian Böttcher

Ich wohne im wunderschönen Sindorf bei Kerpen und bin 35 Jahre alt. Erst seit Kurzem fröhne ich dem Dampfgenuß, habe aber seit meinem Umstieg vom Rauchen schon einige Geräte nutzen können. Auch habe ich mich stark in die Materie eingelesen und als gelernter Informationselektroniker sind mir Begriffe, wie das Ohmsche Gesetz, nicht ganz fremd 😉
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