Review: Vapor Giant V6s

Vapor Giant V6s

Vor einigen Wochen habe ich mir den Vapor Giant V6s gegönnt und ihn zugleich gewickelt. Eigentlich wollte ich da schon ein Review schreiben. Doch warum ich noch damit gezögert habe, erfahrt ihr hier.

Der V6s ist der neue Singlecoil RTA aus dem Hause Vapor Giant aus Österreich. Und auch diesmal haben diese sich was einfallen lassen, um dem Benutzer was Neues zu bieten. Neuerungen sind zum Beispiel die Kindersicherung der Topcap oder aber auch das verstellbare Topshield, damit man das Vapor Giant Logo ausrichten kann. Doch auf diese Punkte komme ich später noch genauer zu sprechen.

 

Lieferumfang:

Der Vapor Giant V6s wird in einer schlichten Box verkauft, in der neben dem kompletten Verdampfer ein PEI Tankglas, eine Ersatzfeder für die Kindersicherung, zwei bebilderte Anleitungen und ein Ersatzteiltütchen mit Sichtungen, Madenschrauben und einem hufeisenförmigen Stück Metall enthalten sind. Seine Maße belaufen sich auf 23mm Durchmesser, 51,9mm Länge und 78,2g Gewicht. Das Füllvolumen liegt bei 5,5ml mit dem Stahl/Glas-Tank und 7,0ml mit dem PEI-Tank.

Vapor Giant V6s

Schauen wir ihn uns mal genauer an.
Das Deck erinnert stark an den Taifun GT IV mit den Löchern für die Airflow und den seitlichen Haltern für die Coil. Allerdings hat hier Vapor Giant etwas anders gemacht, denn die Öffnungen für die Coilbeine haben nochmal einen kleinen Steg, so dass beim Vapor Giant V6sFestziehen der Schraube der Draht nicht so leicht rausrutschen kann. Auch bei den Airflowlöchern hat sich Vapor Giant etwas Neues ausgedacht. Wer sich den Verdampfer anschaut, der wundert sich vielleicht, wofür die kleinen Madenschrauben sind. Genau für diese Airflowlöcher. Damit kann man nach belieben bis zu sechs Löcher zudrehen und die Airflow auf seine Bedürfnisse anpassen.
Okay, Airflow anpassen, Wicklung rein, Watte durchziehen und ordentlich in die Seitentaschen gesteckt und dann wieder zusammengebaut. Doch was ist das? Der Airflowring lässt sich leicht nach unten ziehen und stößt dann auf einen Widerstand. Ja, damit kann man die Base am Kamin und Tank festziehen, so dass alles dicht ist. Danach schiebt man die Airflow wieder nach oben und kann sie nun wieder um 360° drehen und die Öffnung entsprechend seinen Bedürfnissen anpassen. Okay, Verdampfer ist nun zusammengebaut. Nun nur noch befüllen. Häh? Die Topcap dreht durch? Achja, da stand ja was wegen der Kindersicherung. Topcap runtergedrückt und gedreht und schon ging sie auf. Ist ähnlich wie bei den Liquidflaschen mit dem Drücken und gleichzeitigem Drehen. Also Liquid rein und zudrehen. Fertig.
Geschmacklich spielt der V6s im Bereich des Taifun GT IV mit. Allerdings ist er ohne verbaute Madenschrauben und mit ganz geöffnetem Airflowring vom Zug her sehr viel offener als der GT IV. Auch das Mundstück fühlt sich gut an und wird kaum bis gar nicht heiß.
Nach einigen Problemen, später mehr dazu, Vapor Giant V6shabe ich den PEI Tank verbaut mit Hilfe der bebilderten Anleitung und dem hufeisenförmigen Metallstück und auch das klappte sehr gut, ohne dass irgendwo Kratzer entstanden sind oder übertrieben viel Gewalt angewandt werden musste.

Leider hatte ich auch so meine Probleme mit dem V6s. Das Öffnen der Topcap gestaltet sich anfangs schwierig, wenn man sich nicht sicher ist, wo man den Verdampfer festhalten kann. Am oberen Tankshield geht es nicht, da sich dieses mit dreht. Die Liquidcontrol sollte geschlossen bleiben, also darf man auch nicht zu weit unten anfassen. Da musste ich also ein wenig ausprobieren. Auch die Airflowlöcher mit Madenschrauben verschließbar zu machen, ist ein netter Ansatz, doch in der Praxis leider sehr unhandlich. Um diese Schrauben gerade in die entsprechenden Löcher zu drehen, muss man die Coil samt Watte entfernen. Wenn man also rumtesten möchte, um auf sein ideales Ergebnis zu kommen, ist dies sehr aufwändig.
Ich hatte außerdem das Problem, dass mein Liquid, welches ich mit einem Mischungsverhältnis von 70% VG und 30%PG benutze, bei dem Glastank für Nachflussprobleme sorgte. Die Luftblasen sind in den Öffnungen der Liquidcontrol hängen geblieben und haben somit das Liquid davon abgehalten, nachzufließen. Darum habe ich nun den PEI-Tank verbaut, der außerdem 1,5ml mehr Fassungsvermögen gibt.
Auf Facebook wurde mir auch zugetragen, dass einige Benutzer Probleme mit der Dichtigkeit haben. Dies ist auch der Hauptgrund für mein verspätetes Review. Ich habe den Verdampfer mit Liquid befüllt stehen lassen und in warmer sowie kalter Umgebung einige Zeit stehen lassen. Bei meinem ist kein Liquid ausgetreten. Allerdings scheint es bei einem Batch Probleme mit der Base und/oder der Pluspolschraube zu geben, dass dort die Undichtigkeit auftritt.

Fazit:

Alles in allem ist es ein guter Verdampfer, wie man ihn aus dem Hause Vapor Giant gewohnt ist. Geschmacklich echt top bei entsprechender Wicklung und hält auch kleine Schläge aus. Lediglich die angesprochenen Punkte sollten nochmal überarbeitet werden. Lieber würde ich den Glastank mit dem Edelstahlshield nutzen, als den gelbe PEI-Tank. Und auch mit den Madenschrauben wurde dem Anwender kein Gefallen getan, wenn dieser ein möglichst passendes Ergebnis haben will. Und die Kindersicherung der Topcap, naja, ob man die braucht. Aber ist ja leider im TabakErzG festgelegt, dass Geräte „…technische Anforderungen an die Kindersicherheit festlegen“ [Siehe Abschnitt 3 §14.3.1 TabakErzG).
Wer also keine 150€ für einen Taifun GT IV hat und dennoch etwas sucht, was auf eine Paranormal oder Drag Box passt und dem GT IV sehr ähnlich ist, der kann hier also sein Glück versuchen.

Vapor Giant V6s

0.00
8.3

LIEFERUMFANG

7.0/10

MATERIAL & VERARBEITUNG

8.0/10

WICKELDECK

9.0/10

TANK

9.0/10

Pros

  • Großes Füllvolumen
  • Deck leicht zu wickeln
  • Verstellbares Logoshield

Cons

  • Innere Airflow umständlich einstellbar
  • Kindersicherung kompliziert
  • Glastank mag keine VG-lastigen Liquids
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Florian Böttcher

Florian Böttcher

Ich wohne im wunderschönen Sindorf bei Kerpen und bin 35 Jahre alt. Erst seit Kurzem fröhne ich dem Dampfgenuß, habe aber seit meinem Umstieg vom Rauchen schon einige Geräte nutzen können. Auch habe ich mich stark in die Materie eingelesen und als gelernter Informationselektroniker sind mir Begriffe, wie das Ohmsche Gesetz, nicht ganz fremd 😉
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