Stoptober: Britische Gesundheitsbehörde empfiehlt E-Zigaretten

In diesem Artikel hatten wir den sogenannten Stoptober in Großbritannien bereits kurz angeschnitten. Nun möchte ich euch etwas mehr darüber erzählen.

Der National Health Service (NHS) ist Teil des britischen Gesundheitssystems. Der größte Unterschied zwischen dem britischen und dem beispielsweise deutschen Gesundheitssystem ist wohl die Finanzierung. Wie jeder von euch weiß, zahlen wir monatliche Sozialversicherungsabgaben, unter anderem an die jeweilige Krankenkasse. In Großbritannien werden 96% der Kosten von der Steuer getragen und der kleine Rest besteht aus Patientenzuzahlungen. Logische Schlussfolgerung daraus ist also: Je mehr „kranke“ Menschen es gibt, desto mehr Kosten entstehen dem Staat. Durch die steuerliche Finanzierung und dem daraus resultierenden ständigen Liquiditätsengpass, kommt es daher zu ewig langen Wartezeiten für Termine bei speziellen Fachärzten oder gar Operationen. Kurzum ist deshalb auch besonders die Regierung an einer möglichst hohen Anzahl gesunder Menschen interessiert.

Was hat das ganze jetzt mit uns Dampfern zu tun, fragt ihr euch?
Tja, die Briten machen‘s richtig. Dass Tabak extrem schädlich ist, ist unumstritten. Das hat auch die britische Regierung längst gemerkt. Also muss eine Alternative her. Und was eignet sich wunderbar als „Tabakersatz“? Selbstverständlich: E-Zigaretten. Also wird geforscht was das Zeug hält. Eine Forschungsabteilung des NHS – genannt Public Health England – hat bereits 2015 Ergebnisse geliefert, welche besagen, dass das Dampfen einer E-Zigarette 95% weniger Risiko als das Rauchen einer normalen Zigarette beinhaltet. So hat sich der NHS also eine Kampagne „gegen das Rauchen“ einfallen lassen.

Hier kommen wir jetzt zum Stoptober. Neben einer speziellen Website gibt es hier Infos zur e-Zigarette. Ein weiterer Teil des Stoptobers ist beispielsweise eine 28-Tage Challenge. Demnach haben Personen, die 28 Tage auf Tabak verzichten können, eine fünfmal höhere Chance mit dem Rauchen aufzuhören. Hierzu gibt es Online-Communities, eine App für Smartphones oder Tablets und und und. Sogenannte Stop Smoking Services, die im ganzen Land verteilt sind, werden für diese Kampagne ebenfalls ins Boot geholt und genau an diesem Punkt wird es interessant. Bereits 2016 wurden insbesondere E-Zigaretten empfohlen. Im Zuge dessen sind viele der Stop Smoking Services dazu übergegangen potenziellen Nichtrauchern kostenfrei E-Zigaretten zur Verfügung zu stellen. Laut eigenen Angaben haben letztes Jahr bereits die Hälfte der Teilnehmer die E-Zigarette genutzt. Tendenz hoffentlich steigend.

Bleibt abzuwarten, ob sich zukünftig weitere Länder diesem positiven Trend anschließen – ich hoffe es.

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Dampferin aus Leidenschaft. Seit 2015 dampfe ich und bin jetzt viele Monate gänzlich rauchfrei. Immer auf der Jagd nach neuen Aromen, Liquids und neuer Hardware möchte ich meine Erfahrungen nun auf diesem Wege mit der Welt teilen.

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